Home > Media > News > Barry Callebaut publiziert Ergebnisse für die ersten neun Monate 2003/04

Barry Callebaut publiziert Ergebnisse für die ersten neun Monate 2003/04

Share
05. Juli 2004
Overview

• Verkaufserlös von CHF 3,1 Milliarden (+12%)
• Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 169,6 Millionen (+4%)
• Akquisition von AM Foods zur Abrundung des Vending Mix-Angebots für die zunehmende Ausser-Haus-Verpflegung (siehe auch separate Medienmitteilung)

Zürich/Schweiz, 5. Juli 2004 – Barry Callebaut AG, das weltweit führende Kakao- und Schokoladeunternehmen, gab heute seine Ergebnisse für die ersten neuen Monate des Geschäftsjahrs 2003/04 per 31. Mai 2004 bekannt. Der Verkaufserlös nahm um 12%, die Verkaufsmenge um 11% zu, wobei der Anstieg teilweise auf die erstmalige Konsolidierung von Luijckx für die ersten sechs Monate und von Brach’s für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres zurückzuführen ist. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 4% auf CHF 169,6 Mio. Der Konzerngewinn (PAT) betrug CHF 78,8 Mio., was 4% weniger ist im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode.

Schokolade ist ein saisonales Geschäft mit Verkaufs- und Ertragsspitzen zwischen August und Ende März und tieferen Verkäufen und Erträgen im Frühjahr und im Sommer. Das dritte Quartal ist somit jeweils die schwächste Periode für Barry Callebaut, besonders in diesem Jahr, da Ostern eine Woche früher war als 2003.

Patrick De Maeseneire, CEO von Barry Callebaut: „Wir konnten in allen unseren Geschäftsbereichen, d.h. Kakao und Industrielle Kunden, Gourmet & Spezialitäten und Verbraucherprodukte, ein organisches Wachstum erzielen, das über dem Marktdurchschnitt liegt. Während wir insgesamt in allen Regionen mit den Ergebnissen zufrieden sind, beobachten wir die schleppende wirtschaftliche Entwicklung und den anhaltenden Preisdruck in Deutschland mit Vorsicht.“

Der Verkaufserlös stieg in den ersten neun Monaten per 31. Mai 2004 um 12% auf CHF 3'100,9 Mio. (CHF 2’760,9 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode). Diese Zunahme ist teils das Resultat der erstmaligen Konsolidierung von Luijckx und Brach’s und teils auf organisches Wachstum, einen günstigen Nettowährungseffekt und verbesserte Margen zurückzuführen, etwas negativ beeinflusst durch tiefere Preise für Kakaobohnen. Das organische Wachstum betrug netto erfreuliche 3%.

Bei der Verkaufsmenge wurde eine Zunahme von 11% auf 758’401 Tonnen verzeichnet (685’265 Tonnen in der entsprechenden Vorjahresperiode). Das organische Mengenwachstum betrug mehr als 3%.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 4% auf CHF 169,6 Mio., vor allem aufgrund der Akquisition von Brach’s und Luijckx sowie des Nettowährungseffekts. Negative Einflussfaktoren waren die Kosten in Höhe von CHF 3,5 Mio. für zwei abgeschlossene Restrukturierungsprojekte im Kakaogeschäft in Kamerun und in Frankreich sowie die schwächere Performance des Bereichs Verbraucherprodukte Europa im dritten Quartal, in Kombination mit einem einmaligen negativen Margeneffekt aufgrund drastisch höherer Preise für Haselnüsse und einer einmaligen Wertberichtigung der Kakaoposition im Verbraucherpreislistengeschäft von insgesamt CHF 10,3 Mio.

Dank den guten Ergebnissen in den Bereichen Kakao, Industrielle Kunden und Gourmet & Spezialitäten sank der Betriebsgewinn (EBIT) pro Tonne nur um 6% auf CHF 223,6 pro Tonne. – Die Finanzierungskosten betrugen CHF 69,1 Mio., verglichen mit CHF 55,1 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die Zunahme um 25% ist die Nettoauswirkung der Akquisitionsfinanzierung einschliesslich übernommener Schulden, was zum Teil durch ein verbessertes Umlaufvermögen kompensiert wurde. – Die Steuern sanken auf CHF 21,1 Mio., was zu einer Reduktion des effektiven durchschnittlichen Steuersatzes von 21,9% in der entsprechenden Vorjahresperiode auf 21,0% führte. – Der Konzerngewinn (PAT) betrug CHF 78,8 Mio., 4% weniger als in der Vorjahresperiode (CHF 82,4 Mio.). Gründe für diesen Rückgang sind das verlangsamte EBIT-Wachstum sowie höhere Finanzierungskosten im ersten Halbjahr.

Das Eigenkapital stieg um 0,6% auf CHF 763,5 Mio., verglichen mit CHF 759,2 Mio. am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres per 31. August 2003.

Am 31. Mai 2004 beschäftigte die Gruppe 8’601 Mitarbeitende oder 10% mehr als am 31. August 2003, was hauptsächlich auf die Akquisition von Brach’s zurückzuführen ist.

Entwicklung der Geschäftssegmente

Segment Industriegeschäft

Das Segment Industriegeschäft konzentriert sich auf den Verkauf von Kakao- und Schokoladenprodukten an die Nahrungsmittelindustrie und Konsumgüterhersteller weltweit.

Die Verkaufsmenge belief sich auf 484’434 Tonnen, 2% mehr verglichen mit 476’881 Tonnen in der entsprechenden Vorjahresperiode.
• Zwecks Optimierung der Fixkosten wurde wie früher angekündigt die Menge der an Drittkunden verkauften Kakaoprodukte wiederum erhöht; sie erreichte 93'838 Tonnen resp. eine Zunahme von 3% (90'687 Tonnen der entsprechenden Vorjahresperiode).
• Die Verkaufsmenge im Bereich Industrielle Kunden belief sich auf 390’596 Tonnen. Klammert man die teilweise Einstellung des Verkaufs von Industrieschokolade von Stollwerck mit tiefen resp. negativen Margen und die Reklassifizierung früherer Lieferungen an Brach’s und Luijckx zu firmeninternem (intercompany) Geschäft aus, betrug das organische Volumenwachstum 4% in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2003/04. Es wurde hauptsächlich in Frankreich, den Mittelmeerländern, Skandinavien, Asien-Pazifik und Nordamerika erzielt, wo sich kohlenhydrat-reduzierte (low carb) Schokolade und Schokolade ohne Zuckerzusatz als besonderer Verkaufserfolg erwiesen. Ausserdem konnte in Fortsetzung des Outsourcing-Trends die erste langfristige Outsourcing-Vereinbarung für Produktion, Formen und Verpacken von Verbraucherprodukten mit einem führenden Konsumgüterhersteller abgeschlossen werden.

Der Verkaufserlös im Segment Industriegeschäft betrug CHF 1’627,4 Mio., verglichen mit CHF 1’656,8 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode.
• Aufgrund tieferer Preise für Kakaobohnen und des gegenüber dem Schweizer Franken schwächeren US-Dollars – der Dollar ist eine der Hauptwährungen für Kakaobohnen – sank der Verkaufserlös im Geschäftsbereich Kakao um 12%.
• Andererseits – als Resultat des Volumenwachstums und verbesserter Margen, teilweise nivelliert durch tiefere Kakaobohnenpreise – konnte der Geschäftsbereich Industrielle Kunden seinen Verkaufserlös um 2% von CHF 1'196,0 Mio. auf CHF 1'224,0 Mio. steigern (vor den oben unter "Verkaufsmenge" erwähnten Anpassungen).

Segment Gewerbliche Kunden/Verbrauchergeschäft

Das Segment Gewerbliche Kunden/Verbrauchergeschäft bedient eine breite Kundenpalette von lokalen gewerblichen Anwendern bis hin zu global tätigen Einzelhandelskonzernen.

Der Verkaufserlös stieg deutlich um 33% auf CHF 1’473,5 Mio., wobei CHF 310,6 Mio. oder 28% auf die erstmalige Konsolidierung von Brach’s und Luijckx zurückzuführen sind.
• Der Verkaufserlös im Geschäftsbereich Gourmet & Spezialitäten stieg um 13% von CHF 367,4 Mio. auf CHF 414,1 Mio. Das organische Wachstum betrug 6% – als Resultat des organischen Volumenwachstums und eines höhermargigen Produktsortiments.
• Der Verkaufserlös im Geschäftsbereich Verbraucherprodukte betrug CHF 1'059,4 Mio. Dies bedeutet eine Zunahme von CHF 322,7 Mio. oder 44% im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode, wovon CHF 284,8 Mio. der erstmaligen Konsolidierung von Brach’s zuzuschreiben sind. Das organische Wachstum betrug 5%. Es wurde im Geschäftsbereich Verbraucherprodukte Europa erzielt und begründet sich hauptsächlich durch Absatzsteigerungen im Bereich Handelsmarken.

Strategische Akquisition im Geschäftsbereich Gourmet & Spezialitäten

In Übereinstimmung mit der Strategie der Gruppe, den Anteil des Geschäftsbereichs Gourmet & Spezialitäten am Gesamtumsatz zu steigern, unterzeichnete Barry Callebaut am 2. Juli 2004 eine Vereinbarung mit der dänischen Arla Foods zum Erwerb des Geschäfts ihrer Tochtergesellschaft AM Foods K/S, die sich ausschliesslich auf die Herstellung und den Verkauf qualitativ hochwertiger Schokolade- und Cappuccino-Mischungen für Getränkeautomaten spezialisiert hat.

Die Akquisition von AM Foods erlaubt es Barry Callebaut, zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Erstens eine eigene hochwertige Produktionsstätte mit umfassendem Forschungs- und Entwicklungs-Know-how zu erhalten und zweitens eine führende Position in Europa einzunehmen, einer Region, wo die Verpflegung ausser Haus rapide zunimmt und wo im Vergleich mit Nordamerika oder Japan Getränkeautomaten noch deutlich weniger verbreitet sind.

Für weitere Informationen zu dieser Transaktion verweisen wir auf die separate Medienmitteilung von Barry Callebaut und AM Foods vom 5. Juli 2004.

Update Verbrauchergeschäft

Der deutsche Markt, auf dem 69% der Verkaufsmenge des Bereichs Verbraucherprodukte Europa abgesetzt werden, ist weiterhin geprägt von Preisdruck und einer nach wie vor sehr schwachen Wirtschaftslage. Die neuesten Marktdaten für Deutschland bestätigen das anhaltende Wachstum von Premium- und Handelsmarkenprodukten bei gleichzeitigem Druck auf Markenprodukte im mittleren Segment. Der Bereich Verbraucherprodukte Europa verzeichnete ein überproportionales Wachstum bei den Handelsmarken. Die Preise wichtiger Rohstoffe hatten eine einmaligen negativen Effekt und erforderten Korrekturmassnahmen: Erstens stiegen die Preise für Haselnüsse – einer wichtigen Zutat bei Verbraucherprodukten – innert kürzester Zeit um 250% an, was nicht ausgeglichen werden konnte, und zweitens musste die Absicherungsposition im Preislistengeschäft aufgrund sinkender Kakaobohnenpreise nach unten korrigiert werden.

Die künftige Herausforderung besteht darin, die Kosten weiter zu senken und auf das Marktpotenzial abzustimmen, da Kostenführerschaft bei Handelsmarkenprodukten ausschlaggebend ist. Ausserdem beabsichtigt Barry Callebaut, hochwertige und höherpreisige Handelsmarkenangebote anzubieten, analog zu bestehenden solchen Angeboten von Barry Callebaut in Grossbritannien und Kanada. Zusätzlich soll das Exportgeschäft ausgebaut werden, um die Abhängigkeit von Deutschland zu reduzieren. Das ursprüngliche Restrukturierungsprogramm im Bereich Verbraucherprodukte Europa ist beinahe abgeschlossen. Sollten der Preisdruck anhalten und die deutsche Wirtschaft schwach bleiben, werden allenfalls weitere Schritte nötig.

Der Bereich Verbraucherprodukte Nordamerika verzeichnete gute Umsätze bei saisonalen und bei Schokoladeprodukten. Der Turnaround von Brach's verläuft plangemäss. Die Strategie konzentriert sich darauf, die Produktionskosten weiter zu senken, den Anteil der Schokoladeprodukte am Umsatz zu erhöhen sowie auf die Einführung eines "Besser-für-Sie" Süsswarensortiments als Antwort auf den Trend bei amerikanischen Konsumenten zu weniger Zucker und Kohlenhydraten.

Ausblick

Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2003/04 sagte CEO Patrick De Maeseneire: “Wir sind mit der Performance unseres Verbrauchergeschäfts in Deutschland im dritten Quartal nicht zufrieden. Die Geschäftsportefeuilles und der Ausblick bis zum Ende des Geschäftsjahres in den Bereichen Industrielle Kunden und gewerbliche Anwender sind jedoch sehr gut. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unsere operativen Ziele erreichen werden.“

* * *

Weitere Informationen finden Sie im “Investorenbrief” von Barry Callebaut, der detailliertere Finanzangaben enthält und im Internet veröffentlicht ist (www.barry-callebaut.com , "Investors/Documentation").

* * *

Barry Callebaut (www.barry-callebaut.com ):
Mit einem Jahresumsatz von CHF 3,6 Milliarden im Geschäftsjahr 2002/03 ist Barry Callebaut mit Sitz in Zürich der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao-, Schokoladen- und Süsswarenprodukten – von der Bohne bis zum Endprodukt im Verkaufsregal. Nach dem Erwerb von Brach’s Confections Holding, Inc. im September 2003 betreibt Barry Callebaut über 30 Produktionsstätten in 17 Ländern und beschäftigt rund 8’500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen steht im Dienst der gesamten Lebensmittelbranche – von industriellen Nahrungsmittelherstellern über gewerbliche Anwender von Schokolade wie Chocolatiers, Confiseure oder Bäcker bis hin zu weltweiten Partnern im Einzelhandel. Barry Callebaut bietet auch umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung, Schulung und Marketing an.

Das Geschäftsjahr 2003/04 endet am 31. August 2004. Resultate für das Geschäftsjahr 2003/04 werden am 10. November 2004 veröffentlicht (Medien- und Analystenkonferenz).

Kontakte
für Investoren und Analysten:
Dieter A. Enkelmann, CFO
Barry Callebaut AG
Tel.: +41 1 801 61 43
Fax: +41 1 801 61 53
dieter_enkelmann@barry-callebaut.com 

für Medien:
Gaby Tschofen
Barry Callebaut AG
Tel.: +41 1 801 61 60
Fax: +41 1 801 61 53
gaby_tschofen@barry-callebaut.com

Eine Telefonkonferenz für Analysten, institutionelle Investoren und Journalisten findet wie folgt statt:

Datum: Montag, 5. Juli 2004
Zeit: von 09.00 Uhr bis ca.10.00 Uhr MEZ von 08.00 Uhr bis ca. 09.00 Uhr MGZ

Bitte wählen Sie sich 5 bis 10 Minuten vor Konferenzbeginn ein:

+41 91 610 56 00 (Europa)
+44 207 107 0611 (Grossbritannien)
+1 866 291 4166 (USA, gebührenfrei)

Sie werden dann aufgefordert, Ihren Namen und das Passwort ‚chocolate’ zu nennen.

Die Telefonkonferenz wird in englischer Sprache abgehalten. Fragen können auch auf Deutsch oder Französisch gestellt werden.

Um der Konferenz via Live-Audio-Webcast zu folgen, nutzen Sie bitte den entsprechenden Link auf unserer Homepage (www.barry-callebaut.com).

Die Medienmitteilung, der umfassendere Investorenbrief und die Präsentation für die Telefonkonferenz können am 5. Juli 2004, ab 07.00 Uhr MEZ von unserer Website (www.barry-callebaut.com) heruntergeladen werden.

Eine Aufzeichnung des Audio Webcast wird am 5. Juli 2004, ab 17.00 Uhr MEZ auf unserer Website unter Investors/Documentation/Webcasts zugänglich sein. Die telefonische Aufzeichnung wird ebenfalls am selben Tag für 72 Stunden unter +41 91 612 43 30 (Europa), +1 412 317 0088 (USA) und +44 207 866 43 00 (Grossbritannien) - Code '418' (mit # bestätigen) zugänglich sein.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Frau Susanne Düggelin (Tel.: +41 1 801 61 73 oder E-Mail: susanne_dueggelin@barry-callebaut.com).