Squeeze-Out bei der Stollwerck AG vorläufig gestoppt
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• Anfechtungsklage gegen Ausschluss der
Minderheitsaktionäre erhoben
• Stollwerck wird Rechtsmittel ergreifen
• Integration nicht von Klage betroffen
Zürich/Schweiz, Köln/Deutschland, 17. Juni 2003 – Gegen den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Stollwerck AG vom 30. April 2003 zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-Out) gegen Zahlung einer Barabfindung von EUR 295,00 je Aktie ist Anfechtungsklage erhoben worden. Damit ist der beschlossene Ausschluss der Minderheitsaktionäre zunächst gestoppt. Die Stollwerck AG wird mit den ihr zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln gegen die Anfechtungsklagen vorgehen, um eine schnellstmögliche Umsetzung des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwirken.
Die Barry Callebaut AG bedauert die mit der Anfechtung einhergehende Verzögerung. Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid hierzu: „Die Anfechtung von Squeeze-Out-Beschlüssen ist leider zur Regel geworden. Da hierdurch bislang in keinem Fall ein Squeeze-Out endgültig verhindert wurde, ist ein solches Verfahren auch nicht im Sinne der Minderheitsaktionäre, da diese zunächst auf unbestimmte Zeit auf die Auszahlung der Abfindung verzichten müssen und ihnen überdies auch nicht mehr ein intakter Börsenhandel für ihre Aktien zur Verfügung steht."
Integration schreitet plangemäss voran
Nicht von der Anfechtungsklage betroffen ist die Integration der Stollwerck AG in die Barry Callebaut-Gruppe, die plangemäss voranschreitet und im Sommer 2004 abgeschlossen sein soll.
Hintergrundinformation zum Squeeze-Out
Im August 2002 erwarb die schweizerische Barry Callebaut AG über ihre deutsche Tochtergesellschaft Van Houten Beteiligungs AG & Co. KG 96,10% der Stollwerck AG. Im September 2002 machte die Van Houten Beteiligungs AG & Co. KG den Minderheitsaktionären der Stollwerck AG ein öffentliches Pflichtangebot von Euro 295,00 je Stollwerck-Aktie. Seit Ablauf des Pflichtangebots hält die Van Houten Beteiligungs AG & Co. KG 98,66% des gesamten Grundkapitals und der Stimmrechte der Stollwerck AG. Mit dem Ziel des Delistings der Aktie unterbreitete die Van Houten Beteiligungs AG & Co. KG den verbliebenen 1,34% Minderheitsaktionären anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung der Stollwerck AG vom 30. April 2003 den Antrag, ihnen für die Übertragung ihrer Aktien ebenfalls eine Barabfindung in Höhe von EUR 295,00 je Aktie zu zahlen.
Für Rückfragen:
für Finanzanalysten und Investoren:
Dieter A.
Enkelmann
Chief Financial Officer
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 388 61 19
Fax +41 1 388 61 53
für Medien:
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Leiterin Corporate Communications
Barry Callebaut AG
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Fax +41 1 388 61 53
Barry Callebaut AG
Mit einem Jahresumsatz von CHF 2,6 Milliarden im Geschäftsjahr 2001/02 ist Barry Callebaut der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladeprodukten. Barry Callebaut betreibt rund 30 Produktionsstätten in 16 Ländern und beschäftigt rund 7’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen gliedert sich in die vier strategischen Geschäftsbereiche Kakao, Beschaffung & Risikomanagement (Cocoa, Sourcing & Risk Management), Industrielle Kunden (Food Manufacturers), Gourmet & Spezialitäten (Gourmet & Specialties) und Verbraucherprodukte (Consumer Products).
Die Kunden reichen von industriellen Verarbeitern wie den weltbekannten Markenartikelunternehmen, die aus den Produkten von Barry Callebaut Schokolade, Konfekt, Milchprodukte, Eiscreme und Frühstücksflocken herstellen, über gewerbliche Verarbeiter wie Hotellerie, Gastronomie, Chocolatiers, Confiseure oder Bäcker, bis hin zu Partnern im Einzelhandel, für welche die Barry Callebaut-Gruppe Marken-, Handelsmarken- und andere Verbraucherprodukte herstellt. Barry Callebaut bietet aber auch Dienstleistungen in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung, Schulung und Marketing an.
Das von der Barry Callebaut AG erworbene Geschäft der Stollwerck AG erzielte im Jahr 2002 einen Umsatz von rund CHF 764 Mio. resp. EUR 525 Mio. und schliesst acht Produktionsstätten in Deutschland, Belgien und der Schweiz mit ca. 2’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein. Die Stärke von Stollwerck liegt in einer Reihe bekannter und gut eingeführter Marken im mittleren und Premium-Segment, die konsequent und mit Erfolg geführt und laufend weiter entwickelt werden. Das Unternehmen unterstreicht damit seine Kompetenz als Vollsortimenter im Hinblick auf Preisklassen, Angebotssegmente und Verbraucherbedürfnisse.
