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Resultate des erstes Quartals 2003/04

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07. Januar 2004
Overview

• Steigerung des Verkaufserlöses um 16% auf CHF 1,2 Milliarden
• Zunahme des Betriebsgewinns (EBIT) um 15% auf CHF 91,5 Millionen
• Zunahme des Konzerngewinns (PAT) um 17% auf CHF 56,7 Millionen in Übereinstimmung mit dem für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten zweistelligen Gewinnwachstum

Zürich/Schweiz, 7. Januar 2004 – Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von Kakao- und Schokoladenprodukten, gab heute die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 bekannt. In den ersten drei Monaten per 30. November 2003 stieg der Verkaufserlös um 16%, die Verkaufsmenge an Drittkunden um 7%, der Betriebsgewinn (EBIT) um 15% auf CHF 91,5 Millionen und der Konzerngewinn (PAT) um 17% auf CHF 56,7 Millionen.

Der Verkaufserlös nahm um 16% oder CHF 167,8 Million auf CHF 1'224,7 Millionen zu gegenüber CHF 1'056,9 Millionen in der Vorjahresperiode. Diese Steigerung ist teilweise auf den Erwerb von Brach’s und Luijckx zurückzuführen, die zusammen CHF 127,5 Millionen zum Erlöswachstum beitrugen.

Die Verkaufsmenge an Drittkunden konnte um 7% auf 285’666 Tonnen gesteigert werden (Vorjahresperiode 266’763 Tonnen).

Hauptfaktoren der günstigen Entwicklung des Verkaufserlöses im Vergleich zur Verkaufsmenge waren der Nettowährungseffekt, die erstmalige Konsolidierung von Brach’s und Luijckx – mit höheren Margen pro Tonne –, sowie Preiserhöhungen. Organisches Mengenwachstum wurde im Geschäftsbereich Industrielle Kunden erzielt; weitere Informationen dazu im Teil „Segment Industriegeschäft“.

Der Bruttogewinn (definiert als Verkaufserlös abzüglich Materialaufwand) stieg deutlich um 34% von CHF 330,4 Millionen auf CHF 441,4 Millionen. Durch den erstmaligen Einbezug der höherwertigen Produkte von Brach’s und Luijckx betrug der Bruttogewinn 36% der Verkaufsmargen, entsprechend einer Steigerung um fast 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 15% auf CHF 91,5 Millionen (Vorjahresperiode CHF 79,3 Millionen). Hauptgründe für den EBIT-Anstieg waren organisches Wachstum und höhere Margen, zum Teil positive Währungseffekte sowie die erstmalige Konsolidierung von Brach’s und Luijckx. Der EBIT pro Tonne als Massstab für die Profitabilität betrug CHF 320,3 oder 8% mehr als in der Vorjahresperiode. Trotz der wie erwartet höheren Finanzierungskosten stieg der Konzerngewinn (PAT) auf CHF 56,7 Millionen, was um erfreuliche 17% über dem Vorjahreswert von CHF 48,5 Millionen liegt.

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahrs 2002/03 (d.h.
31. August 2003) um 11% auf CHF 3'014,8 Millionen, hauptsächlich aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von Brach’s. Das Nettoumlaufvermögen nahm gegenüber Ende Geschäftsjahr 2002/03 um 16% oder CHF 151,1 Millionen zu. Darin spiegeln sich die Konsolidierung von Brach’s, die Saisonalität des Schokoladengeschäfts mit dem Resultat eines höheren Forderungsbestandes sowie einem gesteigerten Bedarf an Kakaobohnen in den Spitzenmonaten zwischen August und Ostern wider. Die Nettoverschuldung erhöhte sich weniger als das Nettoumlaufvermögen, nämlich um lediglich 8% oder CHF 84,3 Millionen. Das Eigenkapital wuchs um 5% auf CHF 798,2 Millionen (31. August 2003: CHF 759,2 Millionen).

Am 30. November 2003 beschäftigte die Gruppe 9’645 Personen, eine Zunahme von 1'808 Mitarbeitenden seit Ende August 2003, davon 1’632 Mitarbeitende bei Brach’s.

Patrick De Maeseneire, CEO von Barry Callebaut: “Wir sind mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2003/04 von September bis November 2003 zufrieden. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das in diesem Zeitraum weiterhin schwach war, vor allem in Europa, ist es uns gelungen, die Verkäufe zu steigern und dieses Wachstum auch in zweistellige Wachstumsraten von Betriebsgewinn und Konzerngewinn zu übertragen.”

Entwicklung der Geschäftssegmente

Segment Industriegeschäft
Das Segment Industriegeschäft, das die grossen Konsumgüterhersteller beliefert, verkaufte 179’837 Tonnen Kakao-, Halbfertig- und Schokoladenprodukte, zusammengesetzt aus 31’492 Tonnen aus dem Geschäftsbereich Kakao und 148’345 Tonnen aus dem Geschäftsbereich Industrielle Kunden. Der Verkaufserlös erhöhte sich um 4% auf CHF 623,0 Millionen (Vorjahresperiode CHF 601,8 Millionen), was die positiven Auswirkungen unserer Preisstrategie unterstreicht.

Die Kakaopreise zeichneten sich in der Berichtsperiode durch eine Seitwärtsentwicklung aus und schlossen unter der Marke von GBP 900 pro Tonne. Barry Callebaut treibt die Diversifikation der Bohneneinkäufe aktiv voran. Die Präsenz der Gruppe in Ghana zahlt sich weiterhin aus. Die Menge der verkauften Kakaoprodukte ging in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 um 6% zurück. Aufgrund der Erholung der Verkaufspreise stieg jedoch der Verkaufserlös um 14% auf CHF 158,6 Millionen (Vorjahresperiode CHF 139,1 Millionen).

Der Geschäftsbereich Industrielle Kunden steigerte das Volumen der abgesetzten Schokoladenprodukte auf vergleichbarer Basis um 2%, mit Zunahmen in Italien, Frankreich, Amerika und Asien-Pazifik. Das Volumen des letzten Jahres hat rund 1'700 Tonnen, die an Brach’s und Luijckx geliefert wurden, beinhaltet sowie den Verkauf von ca. 4’000 Tonnen Industrieschokolade von Stollwerck mit tiefen resp. negativen Margen eingeschlossen, was inzwischen eingestellt wurde. Der Verkaufserlös blieb mit CHF 464,4 Millionen in etwa auf dem Niveau der Vorjahresperiode (CHF 462,7 Millionen).

Segment Gewerbliche Kunden/Verbrauchergeschäft
Das Segment Gewerbliche Kunden/Verbrauchergeschäft beliefert die gesamte Kundenpalette von gewerblichen Verarbeitern bis zu den internationalen Einzelhandelskonzernen und vertreibt seine Produkte vorwiegend auf der Basis von Preislisten. Das Angebotsspektrum wird mehr und mehr in Richtung hochmargiger, anwendungs- und genussfertiger Produkte ausgeweitet. Deshalb ist in diesem Segment der Verkaufserlös ein aussagekräftigerer Leistungsindikator als die Verkaufsmenge.

Das Segment Gewerbliche Kunden/Verbrauchergeschäft konnte den Verkaufserlös um 32% auf 601,7 Millionen steigern, eine Steigerung gegenüger dem Vorjahr von CHF 146,6 Millionen. Zu diesem Wachstum trugen Luijckx und Brach’s CHF 127,5 Millionen bei.

Der Geschäftsbereich Gourmet & Spezialitäten weitete den Verkaufserlös um 13% von CHF 136,7 Millionen auf CHF 154,6 Millionen aus, zurückzuführen auf die Akquisition von Luijckx. Die fortlaufende Änderung in der Zusammensetzung des Produktemix’ – zusammen mit Kosteneinsparungen – wirkte sich positiv auf die erzielten Margen aus.

Der Verkaufserlös des Geschäftsbereichs Verbraucherprodukte erreichte CHF 447,1 Millionen. Haupteinflussfaktoren waren der erstmalige Einbezug von Brach’s, zusammen mit Währungseffekten und Preiserhöhungen. Trotz des generell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland waren Preiserhöhungen möglich. Organisches Wachstum konnte in zwei Kernmärkten, Deutschland und Frankreich, und dank guten Verkäufen der Marke Sarotti sowie dem Geschäft mit Handelsmarken im asiatisch-pazifischen Raum erzielt werden. In den USA wachsen die Verkäufe von Schokolade wesentlich schneller als von Zucker- und Süsswaren. Bei Brach’s, nun Mitglied der Barry Callebaut-Gruppe, wird die Einführung einer neuen, attraktiven Palette von Schokoladenprodukten deshalb gezielt vorangetrieben. Brach’s leistete im ersten Quartal ihrer Konsolidierung einen positiven Beitrag zum EBIT der Gruppe.

Ausblick
Für eine abschliessende Beurteilung des Weihnachtsgeschäfts ist es noch zu früh, da das erste Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 am 30. November 2003 endete, die Konsumenten ihre Einkäufe aber mehr und mehr auf die letzten Tage vor Weihnachten verschieben. Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2003/04 gibt sich CEO Patrick De Maeseneire aber zuversichtlich: „Falls sich die ersten Anzeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung bestätigen, gehen wir davon aus, im laufenden Geschäftsjahr wie kommuniziert ein zweistelliges Wachstum sowohl des Betriebsgewinns (EBIT) als auch des Konzerngewinns (PAT) zu erzielen.”

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Barry Callebaut (www.barry-callebaut.com ):
Mit einem Jahresumsatz von CHF 3,6 Milliarden im Geschäftsjahr 2002/03 (Abschluss per 31.8.2003) ist Barry Callebaut der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao-, Schokoladen- und Süsswarenprodukten - von der Bohne bis zum Endprodukt im Verkaufsregal. Nach dem Erwerb von Brach’s Confections Holding, Inc. im September 2003 betreibt Barry Callebaut über 30 Produktionsstätten in 17 Ländern und beschäftigt über 9'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen steht im Dienst der gesamten Lebenmittelbranche - von industriellen Nahrungsmittelherstellern über gewerbliche Anwender von Schokolade wie Chocolatiers, Confiseure oder Bäcker bis hin zu Partnern im Einzelhandel. Barry Callebaut bietet auch umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung, Schulung und Marketing an
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Kontakte
für Investoren und Analysten:

Dieter A. Enkelmann, CFO
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 801 61 43
Fax +41 1 801 61 53

für Medien:
Gaby Tschofen
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 801 61 60
Fax +41 1 801 61 53

Eine Telefonkonferenz für Analysten, institutionelle Investoren und Journalisten findet wie folgt statt:
Datum: Mittwoch, 7. Januar 2004
Zeit: 09.00 – ca. 10.00 Uhr CET / 08.00 – ca. 09.00 GMT

Wählen Sie bitte 5 bis 10 Minuten vor Beginn der Telefonkonferenz:

+41 91 610 56 00 (für Anrufe aus Europa)
+44 207 107 0611 (für Anrufe aus UK)
+1 866 291 41 66 (für Anrufe aus Nordamerika)

Sie werden gebeten, Ihren Namen und das Passwort “chocolate” zu nennen.
Konferenzsprache ist Englisch. Ihre Fragen können Sie auch auf Deutsch oder Französisch stellen.

Eine Tonbandaufnahme der Konferenz kann während 72 Stunden unter folgenden Nummern abgehört werden: +41 91 612 43 30 (Europa), +44 207 866 43 00 (UK) und +1 412 858 14 40 (USA) - Code '403' (gefolgt von der Taste #).

Die Medienmitteilung, den umfassenderen Investorenbrief sowie die Folien für die Telefonkonferenz können Sie ab 7. Januar 2004, 07.00 Uhr CET, von unserer Website herunterladen (www.barry-callebaut.com).