Barry Callebaut AG - erfolgreiches Geschäftsjahr 2001/02
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• Zunahme des Verkaufserlöses um 3% auf 2'621,8 Millionen
CHF, in lokalen Währungen plus 8%
• Strategiekonforme Reduktion der Verkaufsmenge um 3% auf 760'680
Tonnen
• Steigerung des operativen Betriebsgewinns (EBIT) um 3% auf
173,2 Millionen CHF, in lokalen Währungen plus 7% (nach
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Stollwerck-Akquisition:
93,2 Millionen CHF)
• Steigerung des Konzerngewinns um 5% auf 101,6 Millionen CHF, in
lokalen Währungen Gewinnsteigerung um 6% (nach Rückstellungen und
Finanzierungskosten im Zusammenhang mit Stollwerck: 21,1 Millionen
CHF)
• Dividendenerhöhung von 6.70 CHF auf 6.90 CHF je Namenaktie
beantragt
Zürich/Schweiz, 12. November 2002 – Barry Callebaut AG, der
weltweit führende Hersteller von Kakao- und Schokoladeprodukten,
steigerte im Geschäftsjahr 2001/02 (Abschluss per 31. August) den
konsolidierten Verkaufserlös um 3% auf rund 2,6
Milliarden CHF, dies trotz der weltweit abgeschwächten Konjunktur,
steigender Rohwarenpreise und negativer Währungseinflüsse; in
lokalen Währungen betrug der Anstieg 8%. Die
Verkaufsmenge ging um 3% auf 760'680 Tonnen
zurück, was auf den gezielten Abbau von Verkäufen von
Halbfertigprodukten an Drittkunden, einen Volumenrückgang im
Bereich Vending Mix (Kakaomischungen für Getränkeautomaten) sowie
den Verkauf der Aktivitäten der Chocodif und der Gummi-Bear
Factory zurückzuführen ist.
Der operative Betriebsgewinn (EBIT) erreichte
173,2 Millionen CHF (+3% gegenüber dem Vorjahr); in
Lokalwährungen gerechnet, betrug der Anstieg 7%. Der EBIT
pro Tonne stieg um 7% auf 227.7 CHF (in Lokalwährungen:
+11%). Der Konzerngewinn betrug 101,6 Millionen
CHF (+5% gegenüber dem Vorjahr). Für Restrukturierungskosten im
Zusammenhang mit dem Erwerb der deutschen Stollwerck-Gruppe im
Berichtsjahr wurden 80 Millionen CHF zurückgestellt und der
Erfolgsrechnung 2001/02 belastet. Unter Berücksichtigung dieser
einmaligen Kosten stellte sich der EBIT auf 93,2 Millionen CHF und
der Konzerngewinn auf 21,1 Millionen CHF.
Andreas Schmid, Präsident des Verwaltungsrates und gleichzeitig
CEO bis 31.5.2002, kommentiert den Jahresabschluss wie folgt:
„Wir dürfen mit den Ergebnissen für das abgelaufene
Geschäftsjahr zufrieden sein, konnten wir doch in einem
schwierigen wirtschaftlichen Umfeld die operative Ertragskraft
weiter steigern und eine stabile Basis für die Zukunft
schaffen.“
Entwicklung der Geschäftsbereiche
Der globale Markt für Kakaobohnen verzeichnete im Berichtsjahr
Preiserhöhungen von über 80% auf Werte, die man letztmals in den
achtziger Jahren beobachten konnte. Die Margen von Barry Callebaut
sind nicht an die Kakaopreisentwicklung gekoppelt. Sie richten sich
nach den für die Kunden hergestellten Produkten, den erbrachten
Dienstleistungen sowie der Wettbewerbssituation in den einzelnen
Geschäftsbereichen. Die Preissteigerungen für Kakao werden sich
im Geschäftsjahr 2002/03 in einem höheren Wert für
Kakaobohnenvorräte in der Bilanz niederschlagen.
Der Geschäftsbereich Kakao, Beschaffung &
Risikomanagement, dessen wichtigste Produkte Kakao-Liquor,
Kakaobutter und Markenpulver sind, erzielte einen Umsatz von 623,0
Millionen CHF oder 24 % des Gruppenumsatzes. Die abgesetzten
Volumina gingen um 11% zurück, was auf die gezielte Steuerung der
Verkäufe von Halbfertigprodukten an Drittkunden zurückzuführen
ist. In diesem Rahmen erfolgte auch die Schliessung des
Kakaoverarbeitungswerks im holländischen Bussum.
Der grösste Geschäftsbereich von Barry Callebaut,
Industrielle Kunden, konzentriert sich auf
Kundenlösungen für die gesamte Nahrungsmittelindustrie, die von
Schokoladeprodukten, anwendungsbereiten Füllungen und Glasuren bis
hin zu massgeschneiderten Dienstleistungen reichen. Der
Geschäftsbereich verzeichnete vor dem Hintergrund eines weltweit
stagnierenden Marktes und deutlich gestiegener Kakaopreise einen
Rückgang des Umsatzes um 2% auf 1'392,1 Millionen CHF (53% des
Gesamtumsatzes). Das abgesetzte Volumen sank leicht als Folge
geringerer Verkäufe in Osteuropa sowie im Nahen Osten. In der
Produktinnovation lag das Schwergewicht auf der Entwicklung von
Premiumprodukten wie Bio-Schokoladen, Schokoladen ohne Zuckerzusatz
für Diabetiker oder neuartigen Schokoladen mit
gesundheitsfördernden Zusatzstoffen wie Oligo-Fruktose oder
Inulin.
Der Bereich Gourmet & Spezialitäten, der
Produkte für gewerbliche Anwender wie Chocolatiers, Confiseure,
Hotels und Restaurants anbietet, erzielte im Geschäftsjahr 2001/02
einen Umsatz von 421,0 Millionen CHF; dies entspricht einem Anteil
von 16% am Gesamtumsatz. Diese Zahl darf nicht direkt mit dem
ausgewiesenen Vorjahreswert von
636,5 Millionen CHF verglichen werden, da dieser auch die
Verkaufserlöse des nun erstmals separat ausgewiesenen Bereichs
Verbraucherprodukte enthielt. Unter Ausschluss der
Verbraucherprodukte resultierte im Berichtsjahr ein Umsatzrückgang
von 1%. Dies hat primär mit Problemen eines Zulieferanten im
Bereich Vending Mix im ersten Halbjahr zu tun. Ohne diesen
Sondereffekt wäre der Bereichsumsatz um 6% gestiegen.
Der Geschäftsbereich Verbraucherprodukte (exkl. Stollwerck) erzielte einen Umsatz von 185,7 Millionen CHF resp. 7% des Gruppenumsatzes. Stollwerck wird im Geschäftsjahr 2002/03 über 700 Millionen CHF zum Bereichsumsatz beitragen, womit sich die Verbraucherprodukte zum zweitgrössten Geschäftsbereich entwickeln werden.
Mit der Akquisition von Stollwerck im Berichtsjahr hat Barry Callebaut einen bedeutenden Schritt im Ausbau ihrer Marktstellung in Deutschland, Europas grösstem Schokolademarkt, unternommen. Bei der Integration der Stollwerck AG in die Barry Callebaut-Gruppe innerhalb der nächsten 24 Monate geht es vorerst darum, die Distribution in Deutschland zu stärken, das Produkte- und Markenportfolio zu straffen, die Beschaffung und das Risikomanagement zu zentralisieren, die Verkaufs-Teams und Kundendienstzentren zusammenzuführen und eine gegenseitige Verkaufsunterstützung (Cross-Selling) zwischen den Bereichen Verbraucherprodukte und Gourmet & Spezialitäten aufzubauen.
Entwicklung einzelner Märkte
Westeuropa stellt für Barry Callebaut den
bedeutendsten Absatzmarkt mit einer Verkaufsmenge von 461'437
Tonnen (61% des Totals) dar. Trotz der konjunkturellen Abkühlung
in verschiedenen westeuropäischen Ländern konnte der Umsatz um
knapp 3% auf 1'634,3 Millionen CHF gesteigert werden. In
Osteuropa hielten sich die Umsätze mit 94,4
Millionen CHF knapp auf Vorjahresniveau.
Der Umsatz in Amerika (Nord- und Südamerika)
konnte um 6% auf 706,7 Millionen CHF gesteigert werden, wobei sich
namentlich das Geschäft in Nordamerika positiv entwickelte. Der
Anteil am Gesamtvolumen beträgt 208'574 Tonnen oder 27%. Es
zeichnet sich ein Trend zu Premiumprodukten „made in Europe“
ab, die dem typischen europäischen Geschmacksprofil entsprechen
und bessere Margen erzielen.
Asien-Pazifik, ein Absatzmarkt mit grossem Potenzial, verzeichnete insgesamt auf Grund der geplanten geringeren Verkäufe von Halbfertigprodukten einen Umsatzrückgang von 4% auf 84,3 Millionen CHF. Total wurden 25’205 Tonnen oder 3% der gesamten Verkaufsmenge abgesetzt. Hingegen konnten die Bereiche Industrielle Kunden und Gourmet & Spezialitäten ihre Verkaufserlöse sogar leicht ausbauen.
Die wirtschaftlichen und politischen Probleme in vielen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens führten zu einem Umsatzrückgang von 2% auf 102,1 Millionen CHF. Die Region trug 35’774 Tonnen oder 5% zur abgesetzten Verkaufsmenge bei. Erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit Verbraucherprodukten in Afrika (+25%).
Anträge an die Generalversammlung
Im Rahmen einer Statutenänderung wird den Aktionären beantragt, die Amtsdauer der Verwaltungsräte neu auf ein Jahr festzusetzen. Der Generalversammlung wird die Wiederwahl aller bisherigen Verwaltungsräte für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr vorgeschlagen. Auf Grund der soliden operativen Ertragskraft und der guten Aussichten für das laufende Geschäftsjahr schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung trotz der vollumfänglichen Belastung der Restrukturierungskosten durch den Erwerb von Stollwerck im Geschäftsjahr 2001/02 eine Erhöhung der Dividende von 6.70 CHF auf 6.90 CHF je Namenaktie vor.
Ausblick
Patrick G. De Maeseneire, Chief Executive Officer (seit 1.6.2002), zu den Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2002/03: „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Unter Ausschluss ausserordentlicher Ereignisse streben wir im Geschäftsjahr 2002/03 einen operativen Betriebsgewinn EBIT über der 200-Millionen-CHF-Marke an. Wir verfügen in jedem Geschäftsbereich über die nötigen Strategien und Strukturen, und ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden.“
Kontakte
für Investoren und Finanzanalysten:
Dr. Ralph
Schmitz-Dräger, CFO
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 388 61 42
Fax +41 1 388 61 53
für Medien:
Gaby Tschofen
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 388 61 60
Fax +41 1 388 61 53
Medienkonferenz der Barry Callebaut AG
Datum: Dienstag, 12. November 2002
Zeit: 09.30-10.30 Uhr
Ort: Widder Hotel, Widder-Saal, Rennweg 7, 8001 Zürich/Schweiz
Investorenkonferenz der Barry Callebaut AG
Datum: Dienstag, 12. November 2002
Zeit: 12.00-13.00 Uhr
Ort: Widder-Hotel, Widder-Saal, Rennweg 7, 8001 Zürich/Schweiz
Den Medienvertretern aus Deutschland, die nicht an der Medienkonferenz teilnehmen können, stehen wir für telefonische Auskünfte speziell am 12. November 2002 zwischen 15.00 und 16.00 Uhr unter Telefonnummer +41 1 388 61 60 zur Verfügung. Auch Herr James D. Forman, Sprecher des Vorstandes der Stollwerck AG, kann während dieser Zeit über die angegebene Telefonnummer erreicht werden.
Die Unterlagen der Medienkonferenz finden Sie am 12. November 2002 ab 12 Uhr auf unserer Website (www.barry-callebaut.com).
Barry Callebaut AG
Mit einem Jahresumsatz von CHF 2,6 Milliarden im Geschäftsjahr
2001/02 ist Barry Callebaut der weltweit führende Hersteller von
qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladeprodukten. Durch die
kürzlich erfolgte Akquisition der deutschen Stollwerck-Gruppe wird
sich der Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2002/03 auf rund 3,3
Milliarden CHF erhöhen. Barry Callebaut betreibt rund 30
Produktionsstätten in 16 Ländern und beschäftigt rund 7'500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen gliedert sich in
die vier strategischen Geschäftsbereiche Kakao, Beschaffung &
Risikomanagement (Cocoa, Sourcing & Risk Management),
Industrielle Kunden (Food Manufacturers), Gourmet &
Spezialitäten (Gourmet & Specialties) und Verbraucherprodukte
(Consumer Products).
Die Kunden reichen von industriellen Verarbeitern wie den
weltbekannten Markenartikelunternehmen, die aus den Produkten von
Barry Callebaut Schokolade, Konfekt, Milchprodukte, Eiscreme und
Frühstücksflocken herstellen, über gewerbliche Verarbeiter wie
Hotellerie, Gastronomie, Chocolatiers, Confiseure oder Bäcker, bis
hin zu Partnern im Einzelhandel, für welche die Barry
Callebaut-Gruppe Marken-, Handelsmarken- und andere
Verbraucherprodukte herstellt. Barry Callebaut bietet aber auch
Dienstleistungen in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung,
Schulung und Marketing an.
Die Holding-Gesellschaft Barry Callebaut AG ist seit Juni 1998 an
der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange kotiert (Tickersymbol
BARN). Das voll liberierte Aktienkapital beträgt CHF 517
Millionen, aufgeteilt in Namenaktien mit einem Nominalwert von je
100 CHF.
www.barry-callebaut.com
