Annual Report 2012/13
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Starkes Umsatz- und Ertragswachstum im ersten Halbjahr 2002/03 fortgesetzt

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09. April 2003
Overview

• Steigerung des Betriebsgewinns (EBIT) um 25% auf CHF 130,4 Millionen; in lokalen Währungen Zunahme um 31%
• Steigerung des Konzerngewinns um 13% auf CHF 75,9 Millionen; in lokalen Währungen plus 20%
• Zunahme der Verkaufsmenge um 17% auf 480'497 Tonnen
• Zunahme des Verkaufserlöses um 44% auf CHF 1’906,4 Millionen; in lokalen Währungen plus 52%
• Steigerung des Bruttogewinns um 34% auf CHF 612,3 Millionen; in lokalen Währungen plus 39%
• Refinanzierung der Gruppe durch Kreditfazilität mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Aufnahme von Fremdkapital am Kapitalmarkt abgeschlossen

Zürich/Schweiz, 9. April 2003 – Mit einer weiteren Steigerung des Verkaufserlöses und des Konzerngewinns im ersten Halbjahr (per 28. Februar) des Geschäftsjahrs 2002/03 hat die Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von Kakao- und Schokoladeprodukten, ihr Wachstumspotenzial bestätigt. Diese guten Resultate wurden in stagnierenden und in einzelnen Regionen gar rückläufigen Schokolademärkten erzielt. Barry Callebaut konnte ihre Marktanteile in den Bereichen Schokolade für industrielle Kunden und Schokolade für gewerbliche Verarbeiter damit festigen.

Die Verkaufsmenge stieg um 17% auf 480’497 Tonnen gegenüber 411’826 Tonnen in der Vorjahresperiode. Strategiekonform reduzierte der Bereich Kakao, Beschaffung & Risikomanagement die Verkäufe an Dritte um weitere 10%. Die abgesetzten Volumina im Bereich Industrielle Kunden nahmen um 4%, im Bereich Gourmet & Spezialitäten um 3% zu. In beiden Bereichen wurde die Zunahme durch organisches Wachstum erreicht, während die Verkaufsmenge im Bereich Verbraucherprodukte vor allem als Folge der erstmaligen Konsolidierung der deutschen Stollwerck-Gruppe wuchs (+232%).

Der konsolidierte Verkaufserlös stieg um 44% auf CHF 1'906,4 Millionen gegenüber CHF 1'322,3 Millionen in der Vorjahresperiode. In lokalen Währungen nahm der Verkaufserlös um 52% zu. Wie schon im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2002/03 wuchs der Verkaufserlös stärker als die Verkaufsmenge, was sich mit der durchschnittlichen Erhöhung der Preise für Kakaobohnen gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode erklärt.

Der Bruttogewinn, definiert als Verkaufserlös minus Materialaufwand, stieg um 34% auf CHF 612,3 Millionen gegenüber CHF 456,9 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn (EBIT) wuchs stärker als die Verkaufsmenge, nämlich um 25% auf CHF 130,4 Millionen (Vorjahresperiode CHF 104,6 Millionen). Der Betriebsgewinn (EBIT) pro Tonne erhöhte sich um 7% auf CHF 271,3 gegenüber CHF 254,1 in der Vorjahresperiode. In lokalen Währungen stieg der Betriebsgewinn (EBIT) pro Tonne um 13% auf CHF 285,9. – Der Konzerngewinn (PAT) nahm von CHF 67,2 Millionen in der Vorjahresperiode um 13% auf CHF 75,9 Millionen zu. In lokalen Währungen betrug die Steigerung des Konzerngewinns 20%.

Das Geschäft von Barry Callebaut ist saisonal. Als Folge der höchsten Nachfrage der Verbraucher nach Schokoladeprodukten im Rahmen des Weihnachts- und Ostergeschäfts sind die Umsätze im Zeitraum zwischen Ende August und Ende März am höchsten, in den Frühlings- und Sommermonaten am tiefsten. Andererseits fallen die Kosten regelmässig über das ganze Geschäftsjahr an. Deshalb kann auf Grund von Zwischenresultaten nicht auf das gesamte Geschäftsjahr geschlossen werden.

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Um die Abhängigkeit von den volatilen Kakaomärkten weiter zu reduzieren, wurden im Bereich Kakao, Beschaffung & Risikomanagement die Verkäufe an Drittkunden im Vergleich zum ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2002/03 um weitere 10% auf 62’127 Tonnen reduziert (Vorjahresperiode 69’306 Tonnen). Auf Grund der hohen Preise für Kakaobohnen stieg der Verkaufserlös im ersten Halbjahr um 33% auf CHF 293,5 Millionen (Vorjahresperiode CHF 220,5 Millionen). Ebenfalls als Resultat der hohen Kakaopreise sank der Bruttogewinn von CHF 104,4 Millionen im Vorjahr um 16% auf CHF 87,9 Millionen.

Dank der erfolgreichen Einführung von neuen Schokoladeprodukten und Glasuren auf allen Hauptmärkten verzeichnete der Geschäftsbereich Industrielle Kunden, der Schokolade und Glasuren an industrielle Verarbeiter der Nahrungsmittelindustrie liefert, einen Anstieg der Verkaufsmenge um 4% von 260’508 auf 270’312 Tonnen, dies in einem allgemein flauen Markt. Der Verkaufserlös stieg um 12% auf CHF 826,6 Millionen (Vorjahresperiode CHF 738,4 Millionen). Die Steigerung ist zum grossen Teil auf erhöhte Verkaufspreise als Folge gestiegener Kakaopreise zurückzuführen. Der Bruttogewinn ging um 3% von CHF 233,3 Millionen auf CHF 226,2 Millionen zurück. In lokalen Währungen betrug der Bruttogewinn CHF 237,8 Millionen (plus 2%).

Der Geschäftsbereich Gourmet & Spezialitäten, dessen Kunden gewerbliche Verarbeiter wie Chocolatiers, Confiseure, Hotels und Restaurants sind, konnte die Verkaufsmenge um 3% auf 55’605 Tonnen (Vorjahresperiode 54’197 Tonnen) und den Verkaufserlös um 8% auf CHF 249,7 Millionen ausweiten (Vorjahresperiode CHF 231,4 Millionen). Diese Zunahme ist zu einem grossen Teil das Resultat der Fokussierung auf hochmargige Produkte, der Einführung einer einheitlichen Preispolitik gegenüber allen Distributoren in den NAFTA-Ländern sowie der verbesserten Produktequalität im Bereich Vending Mix (Kakaomischungen für Getränkeautomaten), was höhere Verkaufspreise erlaubte. Der Bruttogewinn nahm um 6% auf CHF 82,3 Millionen zu (Vorjahresperiode CHF 78,0 Millionen), dies als Folge der höheren Verkaufsmengen und der höheren Bruttomargen. In lokalen Währungen betrug der Bruttogewinn CHF 83,8 Millionen oder 7% mehr als in der Vorjahresperiode. In der Absicht, den Anteil dieses Geschäftsbereichs am gesamten Verkaufserlös zu steigern, erwarb Barry Callebaut den niederländisch-belgischen Schokoladehersteller Luijckx Beheer B.V., der auf die Herstellung von und den Handel mit hochwertigen Schokoladeprodukten und Dekorartikeln spezialisiert ist. Die Transaktion wurde am 3. März 2003 abgeschlossen.

Der Geschäftsbereich Verbraucherprodukte steigerte die Verkaufsmenge auf 92’453 Tonnen (Vorjahresperiode 27’815 Tonnen). Die Zunahme ist zur Hauptsache das Resultat der Akquisition von Stollwerck. Der Verkaufserlös stieg von CHF 132,0 Millionen in der Vorjahresperiode auf CHF 536,6 Millionen zu, wovon CHF 415,1 Millionen auf Stollwerck entfallen. Die Doppelstrategie, gleichzeitig Marken- und Handelsmarkenprodukte anzubieten, zahlt sich aus. Als Konsequenz der Stollwerck-Akquisition stieg der Bruttogewinn auf CHF 215,9 Millionen (Vorjahresperiode CHF 41,2 Millionen). Die geplante Verlagerung der Produktionsaktivitäten von Gubor nach Norderstedt bei Hamburg und die Schliessung der beiden Fabriken in Münstertal und Müllheim (Deutschland) per 30. September 2003 mit dem
Ziel einer Optimierung der Produktionskosten gehen planmässig voran.

Regionale Marktentwicklung

In Westeuropa stieg die Verkaufsmenge vor allem auf Grund der Stollwerck-Akquisition um 27% auf 325'270 Tonnen resp. 67% des gruppenweiten Absatzes von total 480’497 Tonnen im ersten Halbjahr 2002/03. Westeuropa stellt für Barry Callebaut den wichtigsten Markt dar. Die Verkaufsmenge in Osteuropa (4% der gesamten Verkaufsmenge) nahm um 4% auf 17'822 Tonnen zu.

Die in Amerika (Nord- und Lateinamerika) abgesetzte Menge ging als Folge der tieferen Verkäufe von Kakaoprodukten um 2% zurück. Der amerikanische Kontinent machte 22% oder 104'568 Tonnen der gesamten Verkaufsmenge aus.

Die Verkaufsvolumina in Asien-Pazifik stiegen dank erhöhter Verkaufsanstrengungen um 14%. Der Anteil dieser Region an der gesamten Verkaufsmenge erreichte 3% oder 15'297 Tonnen.
In Afrika und im Nahen Osten wurden auf Grund der schwierigen politischen Situation in verschiedenen Ländern volumenmässig 2% weniger abgesetzt. Diese Region trug 4% oder 17'540 Tonnen zur gesamten Verkaufsmenge bei.

Langfristige Finanzierungsstruktur

Barry Callebaut hat die Verhandlungen mit einem Syndikat ihrer Hausbanken zu einer Kreditfazilität über 5 Jahre erfolgreich abgeschlossen. Ausserdem wurde eine nachrangige Anleihe (Senior Subordinated Notes) von EUR 165 Millionen zu 9¼% mit einer Laufzeit bis 2010 auf dem Kapitalmarkt platziert. Der Erlös diente der Refinanzierung von existierenden Verbindlichkeiten. Diese langfristige Finanzierungsstruktur erlaubt es Barry Callebaut, die Fremdkapitalstruktur zu verbessern, den Anteil an kurzfristigen Verbindlichkeiten zu reduzieren und die Liquidität zu stärken.

Ausblick

Patrick De Maeseneire, Chief Executive Officer von Barry Callebaut: “Trotz allgemein stagnierenden oder sogar rückläufigen Märkten und der gedrückten Konsumentenstimmung ist es uns gelungen, unsere führende Position in den Bereichen Schokolade für industrielle Kunden und Schokolade für gewerbliche Anwender mit Marktanteilen von 39% respektive 35% zu festigen. Wegen der zur Zeit vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sind Prognosen äusserst schwierig. Unter Ausklammerung bedeutender unvorhergesehener Ereignisse bin ich aber zuversichtlich, dass wir die EBIT-Schwelle von CHF 200 Millionen für das Geschäftsjahr 2002/03 überschreiten werden.“

Weitere Informationen zum Geschäftsgang finden Sie im Investorenbrief auf dem Internet (www.barry-callebaut.com unter Investors/Documentation)

This press release is not an offer for sale of securities in the United States. Securities may not be offered or sold in the United States absent registration of an exemption from registration under the U.S. Securities Act of 1933, as amended. Barry Callebaut AG does not intend to register any offering in the United States or to conduct a public offering in the United States. Any public offering of securities to be made in the United States will be made only by means of a prospectus that will contain detailed information about the company and its management and financial statements.

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Kontakte
für Investoren und Analysten:
Dr. Ralph Schmitz-Dräger, CFO
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 388 61 42
Fax +41 1 388 61 53
ralph_schmitz-draeger@barry-callebaut.com

für Medien:
Gaby Tschofen
Barry Callebaut AG
Tel. +41 1 388 61 60
Fax +41 1 388 61 53
gaby_tschofen@barry-callebaut.com

Barry Callebaut AG:

Mit einem Jahresumsatz von CHF 2,6 Milliarden im Geschäftsjahr 2001/02 ist Barry Callebaut der weltweit führende Hersteller von qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladeprodukten. Barry Callebaut betreibt rund 34 Produktionsstätten in 16 Ländern und beschäftigt rund 7'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen gliedert sich in die vier strategischen Geschäftsbereiche Kakao, Beschaffung & Risikomanagement (Cocoa, Sourcing & Risk Management), Industrielle Kunden (Food Manufacturers), Gourmet & Spezialitäten (Gourmet & Specialties) und Verbraucherprodukte (Consumer Products).

Die Kunden reichen von industriellen Verarbeitern wie den weltbekannten Markenartikelunternehmen, die aus den Produkten von Barry Callebaut Schokolade, Konfekt, Milchprodukte, Eiscreme und Frühstücksflocken herstellen, über gewerbliche Verarbeiter wie Hotellerie, Gastronomie, Chocolatiers, Confiseure oder Bäcker, bis hin zu Partnern im Einzelhandel, für welche die Barry Callebaut-Gruppe Marken-, Handelsmarken- und andere Verbraucherprodukte herstellt. Barry Callebaut bietet aber auch Dienstleistungen in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung, Schulung und Marketing an.

Die Holding-Gesellschaft Barry Callebaut AG ist seit Juni 1998 an der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange kotiert (Tickersymbol BARN). Das voll liberierte Aktienkapital beträgt CHF 517 Millionen, aufgeteilt in Namenaktien mit einem Nominalwert von je 100 CHF. Am 28. Februar 2003, d.h. am Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2002/03, betrug die Börsenkapitalisierung CHF 838 Millionen.

Das Geschäftsjahr 2002/03 endet am 31. August 2003. Die Ergebnisse für die am 31. Mai 2003 zu Ende gehende 9-Monats-Periode werden am 1. Juli 2003 publiziert.

www.barry-callebaut.com